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Was kostet ein Hausverkauf ohne Makler wirklich? Die komplette Kostenaufstellung

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Wer seine Immobilie privat verkauft, spart die Maklerprovision – doch ganz ohne Ausgaben geht es nicht. Die Kosten beim Hausverkauf ohne Makler werden häufig unterschätzt oder, umgekehrt, überschätzt. In diesem Beitrag finden Sie eine vollständige Kostenaufstellung: von den Pflichtdokumenten wie dem Energieausweis über die Wertermittlung bis zur professionellen Vermarktung. So wissen Sie vor dem Start genau, welches Budget Sie einplanen sollten – und an welcher Stelle sich Investitionen tatsächlich auszahlen.

Das Wichtigste in Kürze

Ein Hausverkauf ohne Makler kostet je nach Umfang der Vorbereitung und Vermarktung in der Regel zwischen etwa 1.000 und 8.000 Euro. Die wichtigsten Posten sind der Energieausweis (ca. 100 bis 500 Euro), aktuelle Unterlagen wie Grundbuchauszug und Flurkarte (zusammen meist unter 100 Euro), die Wertermittlung (kostenlos bis ca. 1.500 Euro je nach Verfahren), Portalinserate sowie die professionelle Vermarktung mit Exposé, Fotos und Rundgang. Zum Vergleich: Eine Maklerprovision beträgt bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises – bei einem Verkaufspreis von 500.000 Euro sind das über 35.000 Euro. Selbst mit einer hochwertigen professionellen Vermarktung zum Festpreis bleibt beim Privatverkauf also ein erheblicher finanzieller Spielraum.

Hausverkauf ohne Makler: Kostenüberblick und Marketing-Lösungen für Privatverkäufer
Wer die Kosten beim Hausverkauf ohne Makler kennt, kann sein Budget gezielt einsetzen.

Hausverkauf ohne Makler: Diese Kosten fallen wirklich an

Die Ausgaben beim privaten Immobilienverkauf lassen sich in fünf Gruppen einteilen: Pflichtunterlagen, Wertermittlung, Vermarktung, Notar- und Grundbuchkosten sowie mögliche Sonderkosten. Nicht jeder Posten trifft auf jeden Verkauf zu – die folgende Übersicht hilft Ihnen, Ihre individuelle Kalkulation aufzustellen.

1. Energieausweis: 100 bis 500 Euro

Der Energieausweis ist beim Verkauf gesetzlich vorgeschrieben und muss bereits bei der Besichtigung vorliegen. Ein Verbrauchsausweis, der auf den Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre basiert, kostet je nach Anbieter meist zwischen 50 und 150 Euro. Ein Bedarfsausweis, bei dem ein Fachmann den baulichen Zustand bewertet, liegt üblicherweise zwischen 300 und 500 Euro. Welcher Ausweis zulässig ist, hängt unter anderem vom Baujahr und der Anzahl der Wohneinheiten ab. Wer ohne gültigen Energieausweis verkauft, riskiert ein Bußgeld.

2. Unterlagen und Dokumente: meist unter 100 Euro

Für den Verkauf benötigen Sie mehrere amtliche Dokumente. Ein aktueller Grundbuchauszug kostet rund 10 Euro, in beglaubigter Form etwa 20 Euro. Die Flurkarte (Liegenschaftskarte) erhalten Sie beim Katasteramt für ungefähr 15 bis 60 Euro, je nach Bundesland und Format. Hinzu kommen gegebenenfalls Kopien der Baupläne, die Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen oder Abrechnungen der Hausverwaltung. In Summe bleiben diese Posten in den meisten Fällen unter 100 Euro – vorausgesetzt, die Unterlagen sind noch auffindbar und müssen nicht aufwendig rekonstruiert werden.

3. Wertermittlung: kostenlos bis ca. 1.500 Euro

Der Angebotspreis entscheidet maßgeblich über den Erfolg des Verkaufs. Kostenlose Online-Bewertungen liefern eine erste Orientierung, ersetzen aber keine fundierte Analyse. Ein Kurzgutachten vom Sachverständigen kostet in der Regel zwischen 500 und 1.500 Euro. Ein gerichtsfestes Vollgutachten ist mit etwa 0,5 bis 1 Prozent des Immobilienwerts deutlich teurer – für einen normalen Verkauf ist es jedoch selten notwendig. Wichtig ist vor allem, dass der Preis zum lokalen Markt passt: Ein zu hoher Angebotspreis schreckt Interessenten ab, ein zu niedriger verschenkt Vermögen.

4. Vermarktung: der entscheidende Posten

Hier trennt sich der erfolgreiche Verkauf vom zähen. Zur Vermarktung gehören die Inserate auf den großen Immobilienportalen – private Anzeigen kosten dort je nach Portal, Laufzeit und Sichtbarkeitspaket meist einen mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Betrag pro Monat. Dazu kommen die Inhalte, die über den ersten Eindruck entscheiden: ein professionelles Immobilienexposé, hochwertige Fotos, ein aussagekräftiger Grundriss in 2D oder 3D und zunehmend auch ein 360°-Rundgang oder Drohnenaufnahmen. Einzeln beauftragt summieren sich professionelle Fotos (häufig 300 bis 800 Euro), Grundrisserstellung, Texte und Rundgang schnell auf mehrere tausend Euro. Studien und Portalauswertungen zeigen immer wieder: Inserate mit professionellen Bildern erzielen deutlich mehr Anfragen als Anzeigen mit Handyfotos.

Professionelle Immobilienfotografie als Teil der Vermarktungskosten beim Hausverkauf ohne Makler
Professionelle Fotos gehören zu den wirkungsvollsten Investitionen beim Privatverkauf.

5. Notar, Grundbuch und mögliche Sonderkosten

Die Kosten für den Kaufvertrag und die Eigentumsumschreibung – zusammen etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises – trägt üblicherweise der Käufer. Als Verkäufer zahlen Sie jedoch die Löschung einer eingetragenen Grundschuld: Dafür fallen für Notar und Grundbuchamt zusammen etwa 0,2 Prozent der Grundschuldsumme an. Läuft noch ein Immobilienkredit, kann die Bank zudem eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen – deren Höhe hängt von Restschuld, Zinsbindung und Zinsniveau ab und sollte frühzeitig bei der Bank erfragt werden.

Kostenaufstellung im Überblick

KostenpunktTypische KostenPflicht?
Energieausweisca. 50–500 €Ja
Grundbuchauszug, Flurkarte & Co.ca. 30–100 €Ja
Wertermittlung / Gutachten0–1.500 €Empfohlen
Portalinserateje nach Laufzeit & PaketFaktisch ja
Exposé, Fotos, Grundriss, Rundgangeinzeln oft mehrere tausend €Empfohlen
Löschung Grundschuldca. 0,2 % der GrundschuldsummeFalls eingetragen
Vorfälligkeitsentschädigungindividuell (Bank fragen)Falls Kredit läuft

Der Vergleich: Eigenvermarktung statt Provision

Um die Zahlen einzuordnen, lohnt ein Blick auf die Alternative: Bei einer Vermarktung über einen Vermittler fällt eine Provision von bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises an (inklusive Mehrwertsteuer, je nach Region und Aufteilung). Bei einem Verkaufspreis von 500.000 Euro entspricht das über 35.000 Euro. Wer stattdessen privat verkauft und selbst bei großzügigem Budget für Unterlagen, Gutachten und eine rundum professionelle Vermarktung unter 10.000 Euro bleibt, behält die Differenz – und zusätzlich die volle Kontrolle über Preis, Besichtigungstermine und Verhandlungen.

Professionelle Vermarktung zum Festpreis: planbare Kosten statt Überraschungen

Die größte Unbekannte in der Kalkulation ist die Vermarktung – und genau hier entscheidet sich, wie schnell und zu welchem Preis Ihre Immobilie verkauft wird. Wer Fotograf, Texter, Grundrisszeichner und Rundgang-Anbieter einzeln beauftragt, zahlt oft mehr und muss alles selbst koordinieren. Eine Alternative ist ein Komplettpaket wie unser ImmoSet: Es bündelt Exposé, professionelle Fotos, 360°-Rundgang, Drohnenaufnahmen, Video, Flyer und Portalinserate zum Festpreis ab 5.950 Euro brutto – ohne Provision und ohne Erfolgsbeteiligung. Damit sind die Vermarktungskosten von Anfang an planbar, und Sie treten auf den Portalen auf demselben Niveau auf wie professionelle Anbieter. Seit 2014 haben wir auf diese Weise über 800 Immobilien erfolgreich in die Vermarktung gebracht.

Checkliste: So kalkulieren Sie Ihren Hausverkauf

  • Prüfen Sie, welcher Energieausweis für Ihr Haus zulässig ist, und holen Sie 2–3 Angebote ein.
  • Bestellen Sie frühzeitig Grundbuchauszug, Flurkarte und weitere Unterlagen – Behörden brauchen teils mehrere Wochen.
  • Lassen Sie den Immobilienwert fundiert ermitteln, statt sich allein auf Online-Rechner zu verlassen.
  • Kalkulieren Sie die Portalkosten für eine realistische Vermarktungsdauer von mindestens drei Monaten.
  • Planen Sie ein festes Budget für Exposé, professionelle Fotos und Grundriss ein – hier entscheidet sich der erste Eindruck.
  • Klären Sie mit Ihrer Bank, ob eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt und wie hoch sie wäre.
  • Berücksichtigen Sie die Löschungskosten für eine eingetragene Grundschuld.

Häufige Fragen zu den Kosten beim Hausverkauf ohne Makler

Was kostet es, ein Haus privat zu verkaufen?

Je nach Umfang liegen die Gesamtkosten meist zwischen etwa 1.000 Euro (nur Pflichtunterlagen und einfache Inserate) und rund 8.000 Euro (inklusive Gutachten und vollständiger professioneller Vermarktung). Das ist in fast allen Fällen deutlich weniger als eine Provision, die bei 500.000 Euro Kaufpreis über 35.000 Euro betragen kann.

Welche Kosten trägt beim Hausverkauf der Käufer?

Der Käufer zahlt üblicherweise die Notar- und Grundbuchkosten für den Kaufvertrag (ca. 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises) sowie die Grunderwerbsteuer seines Bundeslandes. Der Verkäufer trägt die Kosten für Energieausweis, Unterlagen, Vermarktung und die Löschung einer bestehenden Grundschuld.

Ist ein Energieausweis beim Verkauf wirklich Pflicht?

Ja. Der Energieausweis muss spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden, und die energetischen Kennwerte gehören bereits in die Immobilienanzeige. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Die Kosten liegen je nach Ausweisart zwischen etwa 50 und 500 Euro.

Lohnen sich professionelle Fotos und ein Exposé beim Privatverkauf?

In den meisten Fällen ja. Das Inserat konkurriert auf den Portalen direkt mit professionell vermarkteten Objekten. Hochwertige Fotos, ein durchdachtes Exposé und ein sauberer Grundriss erhöhen nachweislich die Zahl der Anfragen – und eine größere Nachfrage stärkt Ihre Position in der Preisverhandlung.

Sie planen einen Verkauf und möchten wissen, welche Vermarktung zu Ihrer Immobilie passt? Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich – nehmen Sie einfach Kontakt auf.

Daniel Marczinek

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